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Hochbegabte Kinder



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Besonders begabte Kinder sind anders

In drei Merkmalen ist das besonders begabte Kind von seinen altersgleichen Mitschülern in der Regel unterschieden:

  • in seiner beschleunigten Entwicklung, in der es durch früheres und effektiveres Lernen in vielen Lernbereichen zu Vorsprüngen von ein bis zwei und mehr Jahren kommt,

  • in einer besonderen Qualität seines Lernens, das sich zum einen durch Eigeninitiative, kognitive Entdeckungen und kreative Einfälle auszeichnet und zum anderen für gewöhnlich nur einer geringeren Übung und somit einer oft extrem niedrigen Wiederholung bedarf, sowie

  • nicht selten in einem intensiven Interesse und einer oft bis zur Besessenheit gesteigerten Zuwendung zu einem Gegenstand des Wissens und Erkennens.

In der glücklichen Kombination dieser drei Merkmale, zu der die kindliche Umwelt einen wesentlichen, ja entscheidend beiträgt, bildet sich mit großer Gewißheit eine harmonische kindliche Persönlichkeit aus. Die besonderen Bedürfnisse eines begabten Kindes permanent zurück zu weisen oder ständig zu übersehen, bedeutet in den meisten Fällen, Störungen und Schwierigkeiten in den Entwicklungsverläufen in Kauf zu nehmen.

Besonders begabte Kinder brauchen einen anderen Unterricht

Gerade im frühen Alter, in der Grundschule und weiterführenden Schule, stellen heterogene Lerngruppen nicht nur den Lehrer, sondern auch das begabte Kind vor oft unüberwindbaren Schwierigkeiten, den Lehrer davor, seinen Unterricht an sehr unterschiedliche Begabungsausprägungen in der Klasse auszurichten, das besonders begabte Kind, sich an einen Lern- und Fertigkeits- und Wissensrhythmus anzupassen, der seinen Voraussetzungen nicht entspricht. Die großen Erwartungen, mit denen das lernwillige Kind in die Schule eintritt, werden schon bald enttäuscht, wenn sich Leerläufe und Langeweile anstelle von Herausforderung und kognitiven Ansprüchen einstellen. Jungen antworten auf solche frustrierende Situation nicht selten mit einer Anpassung. Wenn die kindliche Initiative, Spontanität und Kreativität merklich in Mitleidenschaft gezogen wird, ist für die Umgebung höchste Wachsamkeit geboten.

Die Schule kann nur in begrenzter Weise auf besonders begabte Kinder und ihre Bedürfnisse eingehen. Das ist weder ein Geheimnis noch ein Vorwurf.

Begabungsgerechte Förderung
auch für das begabte Kind

Von einer begabungsgerechten Förderung ist erst dann zu sprechen, wenn die kognitiven und Motivationen Bedingungen des Schülers und die unterrichtlichen Strategien des Lehrers im Sinne einer optimalen Passung weitgehend aufeinander bezogen sind und somit die notwendigen Voraussetzungen für sie geschaffen sind:

  • Anregungen zu vermitteln, Neugierde, Wissensdurst zu stimulieren und Lerninteressen zu wecken,
  • Angebote zu machen, die weitgefächerte Informationen liefern und vielfältige Erfahrungen bewirken,
  • Lernziele so aufzustellen, daß sie als Herausforderungen erlebt werden können und eine Zielerreichung als subjektiver Gewinn erfahren wird,
  • Anreize so zu gestalten, daß sie zu weiterem Tun motivieren.

Gerade in den für die Ausformung von Arbeitshaltungen, Lerngewohnheiten, kognitiven Lernstilen und geistigen Interessen kritischen Lernjahren der Grundschule sind Eltern und Kinder allzu oft allein gelassen.

Initiative Hamburger Kinderakademie

Die ständig steigende Nachfrage von Eltern nach einer qualifizierten Abhilfe in die oft überfordernden Problemlagen macht deutlich, daß es gerade auch für den Hamburger Raum ein Gewinn wäre, eine Initiative zu gründen, die dem Förderbedarf in Form gefächerter Angebote gerecht werden kann. Zunächst sollte für die Altersstufe Grundschule ein Modell konzipiert werden, das ausbaufähig und für eine Erweiterung offen sein sollte.
Drei Gesichtspunkte sprechen für ein außerschulisches Fördermodell in der freien Trägerschaft einer gemeinnützigen Stiftung:

  • die mit ihr verbundene Flexibilität, ein Programm offen und frei von den Zwängen eines verbindlichen Curriculums gestalten zu können,
  • die programmimmanente Möglichkeit für die teilnehmenden Jungen und Mädchen, in den jeweiligen Bereichen ihres Interesses Initiative, Spontanität und Kreativität entfalten zu können, ohne durch Lernzielvorgaben eingeengt zu sein und
  • die erwünschte Gelegenheit für das einzelne Kind, in freier Partnerschaft mit Peers mit gleichen oder ähnlichen Fähigkeiten und Interessen kommunizieren zu können.

Initiative Hamburger Kinderakademie:

Prof. Dr. Wilhelm Wieczerkowski
William-Stern-Gesellschaft
für Begabungsforschung und Begabtenförderung

Gorch-Fock-Weg 1
22844 Norderstedt
Tel.. 040 / 525 29 60
Email: Prof.Wieczerkowski

Psychologisches Institut II der Universität Hamburg
Von-Melle-Park 5
20146 Hamburg
Tel.: 040 / 42838 5465 - Fax: 040 / 42838 5494
Email:Universität Hamburg

 

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